Mondraker — die spanische Sportmarke im Laden
Mondraker führen wir als Gegenstück zur Breite von KTM: eine Marke mit klarem Schwerpunkt, die im Gelände zu Hause ist und dort auch hingehört. Wer schon weiß, dass er Trails fahren will, findet hier Räder mit einer eigenen Handschrift. Wer ein Rad zum Einkaufen sucht, ist auf dieser Seite falsch — und das schreiben wir lieber hin, als es im Verkaufsgespräch aufzulösen. Unten steht, woher die Marke kommt, was sie baut, welche Antriebe zum Einsatz kommen, wo sie rund um Nürnberg wirklich Sinn ergibt und wo die Grenzen liegen.
Was ist Mondraker und für wen taugt die Marke?
Mondraker ist ein spanischer Hersteller aus Elche, gegründet 2001, groß geworden mit Downhill- und Enduro-Mountainbikes und bekannt für die Forward Geometry. Das E-Bike-Programm besteht fast nur aus Mountainbikes, dazu ein E-Gravel, alltagstauglichere Urban-Cross-Ableger und Kinderräder. Passend für alle, die sportlich fahren wollen — für Trekking oder Lastentransport ist die Marke die falsche Adresse. Rund um Nürnberg spielt sie ihre Stärken östlich der Stadt aus: Moritzberg, Hersbrucker Alb, Osternohe, Fränkische Schweiz.
Herkunft: Elche, und ein Comic-Zauberer im Namen
Mondraker wurde 2001 in der spanischen Region Alicante gegründet; Sitz und Entwicklungszentrum sind heute in Elche. Der Name geht auf die Comicfigur Mandrake den Zauberer zurück. Hinter der Marke steht die Blue Factory Team S.L.U.; in Deutschland gibt es mit der Mondraker Germany GmbH in München eine eigene Gesellschaft.
Angefangen hat die Firma mit Downhill-Mountainbikes, und diese Herkunft merkt man dem Programm bis heute an. Nach oben hin gewachsen ist es über Enduro, Trail und Cross-Country; E-Mountainbikes kamen dazu, ein E-Gravel erst 2023.
Bekannt geworden ist Mondraker vor allem durch die Forward Geometry: langer Rahmen, sehr kurzer Vorbau. Vorgestellt wurde das Konzept im Sommer 2012 mit Fabien Barel, ins Programm kam es mit der Kollektion 2013 — zuerst an Factor XR, Foxy XR, Dune XR und dem Downhiller Summum (Quelle: The Pro's Closet, „Mondraker and the birth of modern MTB geometry“, abgerufen im August 2026). Was damals als Sonderweg galt, ist heute in ähnlicher Form Branchenstandard. Für dich heißt das praktisch: Mondraker-Rahmen fallen in der Länge oft anders aus als gewohnt — Größe nach Tabelle raten funktioniert hier schlechter als anderswo.
Ein schmales Programm mit klarem Schwerpunkt
Das E-Bike-Sortiment besteht fast vollständig aus Mountainbikes: vollgefederte Modelle vom Trail bis zum Enduro, dazu Hardtails und leichte Light-E-MTBs. Daneben stehen ein E-Gravel und die alltagstauglicher ausgestatteten Urban-Cross-Hardtails — mehr nicht.
Was es nicht gibt, ist ebenso aufschlussreich: kein Trekkingrad im klassischen Sinn, kein Lastenrad, kein Faltrad, kein Stadtrad mit Nabenschaltung und Rücktritt. Für den reinen Weg von A nach B baut Mondraker fast nichts — die Ausnahmen sind die Urban-Cross-Modelle Prime X und Prime RX, und auch die bleiben sportliche Räder mit Alltagsausstattung. Das ist keine Kritik, sondern die Beschreibung einer Entscheidung — und der Grund, warum wir zusätzlich eine Breitenmarke führen.
Wo ein Mondraker rund um Nürnberg wirklich hingehört
Der ehrliche Einsatzbereich liegt außerhalb der Stadt, und er liegt im Osten. Ab Lauf an der Pegnitz beginnt das Hügelland: Moritzberg, Hersbrucker Alb, das Osternoher Gelände, weiter nördlich die Fränkische Schweiz. Kurze, steile Anstiege aus den Tälern heraus, Wurzeln, Sandstein, Abfahrten, die die Bremsen fordern. Dafür sind diese Räder gebaut, und dort spielen sie ihre Stärken aus. Auch für Ausfahrten in die Alpen oder in einen Bikepark ist das der passende Radtyp.
Ebenso ehrlich ist die Gegenrichtung: Der Lorenzer Reichswald im Süden und Südosten ist flach. Was er verlangt, sind breite Reifen und ein robuster Aufbau, nicht Federweg. Ein vollgefedertes Enduro bringt dort keinen Fahrvorteil, kostet aber laufend Service und rollt auf den langen Verbindungsstücken schwer. Wer ausschließlich im Reichswald, am Kanal oder im Pegnitztal unterwegs ist, kauft mit einem Mondraker mehr Rad, als die Strecke hergibt — das sagen wir lieber vorher.
Für die Trails, die tatsächlich in Stadtnähe liegen — die Wege um den Schmausenbuck im Nürnberger Osten, die welligen Abschnitte im Schwarzachtal —, ist unter den vollgefederten Modellen das Scree meist die realistischere Wahl als Level oder Crafty: moderater Federweg, verspielt statt kompromisslos, und im Alltag deutlich weniger sperrig. Ein Enduro lohnt sich, wenn du regelmäßig in die Alb oder in die Alpen fährst, nicht wenn du zweimal im Jahr hinkommst.
Zum Pendeln kommen realistisch nur die Urban-Cross-Hardtails mit Alltagsausstattung in Frage — Prime X und Prime RX mit Licht, Schutzblechen und Gepäckträger. Alles andere musst du nachrüsten, und Steckschutzbleche an einem Enduro sind ein Kompromiss, kein Ausstattungsdetail.
Zwei praktische Punkte kommen dazu, die vor den Kauf gehören. Ein E-MTB mit Carbonrahmen und ohne Rahmenösen ist kein Rad, das man sorglos am Hauptbahnhof anschließt — Nürnberg hat wie jede Großstadt eine Diebstahlstatistik, und ein auffälliges Sportrad ist dort kein unauffälliges Objekt. Und ein Rad, das jeden Trail mitmacht, kostet dich in der Werkstatt mehr als eines, das nur Asphalt sieht: Dämpfer und Federgabel brauchen Service, und wer viel bergab fährt, tauscht Bremsbeläge deutlich häufiger als ein Stadtfahrer.
Antriebe: Bosch und MAHLE
Mondraker setzt je nach Modell auf verschiedene Systeme. In unserem Katalog sind es zwei: Die Mountainbikes fahren Bosch — Performance Line CX in Level, Prime und Scree, die Rennversion Performance Line CX-R im Crafty Carbon und die kompakte Performance Line SX in den leichten Modellen Dune und Sly. Im E-Gravel Dusty arbeitet MAHLEs Hinterradmotor X20, in den Kinderrädern der Play-Reihe das ältere X35. (Quellen: eigener Katalog sowie Pedelecs und E-Bikes, „Mondraker 2026 — Crafty Carbon jetzt mit Bosch CX-R Antrieb“, abgerufen im August 2026.)
Wichtig zur Einordnung, weil es oft falsch herum erzählt wird: Der X35 ist die ältere, nicht die leichtere Lösung. MAHLE gibt für den X20-Motor rund 1,4 Kilogramm an, für den X35 rund 2,1 Kilogramm; beim Drehmoment nennt der Hersteller für den X35 40 Nm und für den X20 seit dem Software-Update von 2025 bis zu 65 Nm (vorher 55 Nm). Der X20 ist also der leichtere und der kräftigere der beiden. (Quellen: e-motion, „MAHLE Motoren X20 und X35 im Detail“; MAHLE SmartBike Systems zum X20-Update; abgerufen im August 2026.)
Das Herstellerprogramm von Mondraker ist breiter als das, was wir führen — dort tauchen auch andere Antriebssysteme auf. Was davon bei uns im Katalog steht, siehst du dort; nach Rädern mit anderen Systemen frag uns bitte, statt dich auf eine allgemeine Markenbeschreibung zu verlassen.
Ehrlich dazu, und das ist unsere Werkstatteinschätzung, keine Herstellerangabe: Bosch und Shimano sind die beiden Systeme, für die im deutschen Fachhandel am ehesten jede Werkstatt Diagnose und Teile hat — bei Mondraker betrifft das den Bosch-Anteil, ein Shimano-Antrieb steckt in keinem Modell. MAHLE ist etabliert. Bei einem sehr neuen System hängt viel daran, wie gut Ersatzteilversorgung und Diagnose in fünf Jahren noch laufen. Das ist keine Warnung, aber ein Punkt, den du bei der Entscheidung kennen solltest.
Light e-MTB oder Full Power?
Mondraker hat beide Welten im Programm, und die Wahl entscheidet mehr über deine Zufriedenheit als jedes Ausstattungsdetail. Full-Power-Modelle wie Crafty, Level, Prime oder Scree fahren Bosch Performance Line CX (im Crafty Carbon die Rennversion CX-R) mit großem Akku: viel Schub, viel Reichweite, spürbares Gewicht.
Die Light-Modelle Dune und Sly fahren die kompakte Performance Line SX mit kleinerem Akku. Sie haben weniger Drehmoment, fahren sich dafür deutlich näher an einem normalen Mountainbike. Wer viel selbst treten will und Höhenmeter als Sport versteht, ist dort besser aufgehoben. Wer den ganzen Tag im Bikepark oder in den Alpen bergauf fährt, nimmt Full Power. Beides lässt sich in einer Probefahrt hintereinander erfahren — anders kann man das schlecht entscheiden.
Für die Region gilt eine brauchbare Faustregel: Die Höhenmeter rund um Nürnberg kommen in kurzen, steilen Portionen, nicht in langen Alpenanstiegen. Wer nur hier fährt, ist mit einem Light-Modell oft zufriedener, als er vorher denkt — vorausgesetzt, er tritt gern mit. Wer regelmäßig lange Bergauftage plant, sollte trotzdem Full Power probieren, bevor er sich entscheidet.
Vom Herstellerprogramm zu unserem Katalog
Was Mondraker baut und was bei uns im Katalog steht, ist nicht dasselbe — das gilt bei einer Sportmarke noch stärker als bei einer Breitenmarke, weil die Modellpflege dort schneller läuft. Die Reihentabelle weiter unten beschreibt die Reihen, über die wir hier reden. Welche Modelle daraus im Katalog stehen, siehst du im Katalog selbst; diese Seite nennt bewusst keine Auswahl, die morgen anders aussieht.
Zwei Besonderheiten solltest du kennen. Erstens die Rahmengröße: Wegen der Forward Geometry fallen Mondraker-Rahmen in der Länge anders aus als bei anderen Marken. Eine Größenempfehlung aus einer Tabelle ist hier weniger verlässlich als sonst, und zwischen zwei Größen zu liegen ist bei dieser Geometrie eine echte Entscheidung, keine Formalie. Zweitens die Ausstattungsvarianten: Dieselbe Reihe gibt es je nach Modelljahr mit Aluminium- oder Carbonrahmen und in mehreren Aufbaustufen, die sich in Federelementen, Bremsen und Laufrädern deutlich unterscheiden.
Praktisch heißt das: Such dir im Katalog an, was dich interessiert, und bring deine Körpergröße, deine Schrittlänge und eine ehrliche Beschreibung deines Fahrstils mit. Wenn du ein Modell im Kopf hast, das du bei uns nicht findest, frag danach — eine Markenseite beschreibt die Marke, sie ist keine Bestandsliste.
Mondraker oder KTM: wo wir abgrenzen — und wo wir abraten
Innerhalb des Geländes ist Mondraker fast immer die spezialisiertere Antwort. KTM baut ordentliche Sporträder, aber die Marke lebt von der Breite; Mondraker kommt aus dem Downhill und hat sein Programm nie verwässert. Wer weiß, dass er Trails fährt, findet hier die konsequenteren Räder.
Sobald das Rad aber auch etwas anderes können soll, dreht sich das Verhältnis um — und dann raten wir aktiv ab. Ein Mondraker, das nachrüstet werden muss, um zur Arbeit zu taugen, ist ein teurer Kompromiss. Ein Mondraker als einziges Rad im Haushalt ist meistens der falsche Zuschnitt. Und ein Mondraker für jemanden, der zweimal im Jahr auf einen Trail kommt, ist Geld, das an der falschen Stelle liegt. Sag uns einfach, wo du fährst; wenn dabei ein Trekkingrad herauskommt, sagen wir das auch dann, wenn das teurere Rad im Laden steht.
Die Tabelle nimmt sechs sportliche Anlässe und stellt daneben, was das KTM-Programm dafür bereithält. Sie ist bewusst aus der Gelände-Perspektive geschrieben — die umgekehrte Sicht, aus dem Alltag heraus, steht auf der KTM-Seite.
| Was du im Gelände willst | Bei Mondraker | Bei KTM |
|---|---|---|
| Möglichst leichtes E-MTB | Dune und Sly mit Bosch Performance Line SX | Macina Scarp SX und Race SX |
| Viel Federweg für ruppige Abfahrten | Level, Crafty Carbon mit Bosch CX-R | Macina Prowler und Kapoho |
| Verspielt und zugänglich statt kompromisslos | Scree — rund um Nürnberg meist die realistischere Wahl | Macina Lycan und Chacana |
| Hardtail mit kräftigem Antrieb | Prime | Macina Aera und Team |
| Schotterrunden mit Dropbar | Dusty mit MAHLE X20 | Macina Gravelator SX mit Bosch SX |
| Nach der Tour noch einkaufen fahren | Nur Prime X und Prime RX | Fast das ganze Trekking- und Stadtprogramm |
Für wen Mondraker nicht die richtige Marke ist
Wenn du ein Rad für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und zur Kita suchst, ist Mondraker die falsche Marke — nicht weil die Räder schlecht wären, sondern weil sie dafür nicht gebaut sind. Vollausstattung ab Werk, tiefer Einstieg, Nabenschaltung, Anhängerkupplung: All das findest du hier nicht oder nur als Ausnahme.
Auch wer möglichst wenig Werkstattbesuche will, sollte zweimal überlegen. Ein Fully mit viel Federweg ist ein Sportgerät und will regelmäßig zum Service. Und wer Wert darauf legt, dass jede Werkstatt in jedem Urlaubsort sofort weiterhelfen kann, fährt mit einer weiter verbreiteten Marke unkomplizierter.
Sag uns einfach, wo du fährst. Wenn dabei herauskommt, dass ein Trekkingrad besser passt, sagen wir das — auch wenn das teurere Rad im Laden steht.
Die Modellreihen im Überblick
Die Reihe legt fest, wofür ein Rad gebaut ist — Geometrie, Federweg und Einsatzzweck. Alles, was danach im Namen steht, ist Ausstattung.
Die mittlere Spalte nennt den Fahrradtyp, unter dem die Reihe in unserem Katalog zu finden ist. Wo unser Katalog keine passende Kategorie führt, steht ein Strich.
| Reihe | Fahrradtyp im Katalog | Wofür sie gebaut ist |
|---|---|---|
| Crafty | E-Mountainbike | Das langjährige Fully im Programm, mit rund 160 Millimetern vorn und 150 hinten zwischen All Mountain und Enduro angesiedelt — das kompromisslosere Enduro ist das Level. Der Klassiker für lange Trailtage mit vielen Höhenmetern; im Katalog steht das Crafty Carbon mit Bosch Performance Line CX-R. |
| Level | E-Mountainbike | Vollgefedertes E-MTB mit großem Federweg und stabilem Aufbau, klar in Richtung Abfahrt entwickelt. Wer viel selbst kurbelt, ist mit weniger Federweg meist glücklicher. |
| Scree | E-Mountainbike | Trail-Fully mit moderatem Federweg, gedacht als der zugänglichere Einstieg ins E-Mountainbiken. Verspielt statt kompromisslos — für die meisten Trails rund um Nürnberg die realistischere Wahl. |
| Prime | E-Mountainbike | Das E-Hardtail: vorne gefedert, hinten starr, mit kräftigem Bosch-Antrieb. Weniger Wartung als ein Fully und ein deutlich niedrigerer Einstiegspreis in die Marke. |
| Prime X und Prime RX | City & Urban | Die Urban-Cross-Ableger des Prime, ab Werk mit Licht, Schutzblechen, Gepäckträger und Ständer. Damit kommst du ohne Nachrüsten zur Arbeit und danach in den Wald — sportliche Sitzposition und Stollenreifen bleiben, ein Trekkingrad wird daraus nicht. |
| Dune | E-Mountainbike | Light-E-MTB mit viel Federweg und Bosch Performance Line SX. Der Versuch, Enduro-Reserven und geringes Gewicht unter einen Hut zu bringen — mit den bekannten Kompromissen bei der Reichweite. |
| Sly | E-Mountainbike | Das zweite Light-Modell im Katalog, mit Bosch Performance Line SX und kleinem Akku. Günstigerer Einstieg in die leichte Linie, dafür etwas mehr Gewicht als ein Carbonrad. |
| Dusty | E-Gravel | Das E-Gravel mit MAHLE-X20-Hinterradmotor. Unauffälliger Antrieb, dropbar-typische Sitzposition — für lange Schotterrunden, nicht für den Stadtverkehr mit Gepäck. |
| Play | Kinder-E-Bike | Die Kinder-E-Mountainbikes mit MAHLE-X35-System und Geometrie nah an den Erwachsenenrädern, im Katalog in drei Laufradgrößen. Vor dem Kauf gehört besprochen, ab wann ein Kind so ein Rad wirklich beherrscht. |
Quellen
- Pedelecs und E-Bikes — Mondraker 2026: Crafty Carbon jetzt mit Bosch CX-R Antrieb — abgerufen am 7. August 2026
- e-motion — MAHLE Motoren X20 und X35 im Detail — abgerufen am 7. August 2026
- MAHLE SmartBike Systems — X20 System Upgrade: 65 Nm and 275 W Peak — abgerufen am 7. August 2026
- The Pro's Closet — Mondraker and the birth of modern MTB geometry — abgerufen am 7. August 2026
- Eigener Katalog — Mondraker-Modelle — abgerufen am 7. August 2026
Häufige Fragen
Warum hat Mondraker kein Trekkingrad?
Weil die Marke aus dem Downhill kommt und ihr Programm konsequent auf Gelände und Sport ausgerichtet hat. Es gibt kein klassisches Trekkingrad, kein Lastenrad und kein Stadtrad mit Vollausstattung. Wer so ein Rad sucht, ist bei einer breiter aufgestellten Marke besser bedient — dafür führen wir noch andere Marken im Laden.
Wo kann ich ein Mondraker rund um Nürnberg überhaupt ausfahren?
Im Osten. Ab Lauf an der Pegnitz beginnt das Hügelland: der Moritzberg als Hausberg, dahinter die Hersbrucker Alb, nach Norden das Osternoher Gelände und die Fränkische Schweiz. Kurze, steile Anstiege und Abfahrten mit Wurzeln und Sandstein — dafür sind diese Räder gebaut.
In Stadtnähe ist die Auswahl kleiner: Die Wege um den Schmausenbuck im Nürnberger Osten und die welligen Abschnitte im Schwarzachtal sind machbar, aber kein Enduro-Gelände. Der Lorenzer Reichswald im Süden ist flach und sandig; dort bringt ein Fully keinen Fahrvorteil. Wenn dein Radius bei zwanzig Kilometern endet und nur durch den Reichswald führt, ist Mondraker vermutlich die falsche Marke.
Brauche ich für die Trails rund um Nürnberg wirklich ein Enduro?
In den allermeisten Fällen nicht. Die Höhenmeter der Region kommen in kurzen, steilen Portionen; lange, ruppige Abfahrten wie in den Alpen gibt es hier nicht.
Deshalb ist unter den vollgefederten Modellen das Scree für viele die passendere Wahl als Level oder Crafty: moderater Federweg, verspieltes Fahrverhalten, weniger Gewicht und weniger Serviceaufwand. Ein Enduro lohnt sich, wenn du regelmäßig in die Alpen oder in einen Bikepark fährst. Zweimal im Jahr Urlaub rechtfertigt es nicht — dafür lässt sich vor Ort leihen.
Welche Antriebe stecken in den Mondraker-Rädern, die ihr führt?
Zwei Familien: Bosch in den Mountainbikes — Performance Line CX in Level, Prime und Scree, CX-R im Crafty Carbon, die kompakte SX in Dune und Sly — und MAHLE im E-Gravel Dusty (X20) sowie in den Kinderrädern der Play-Reihe (X35). Das Herstellerprogramm ist breiter; wenn dich ein Modell mit einem anderen System interessiert, frag uns, statt es aus einer allgemeinen Markenbeschreibung abzuleiten. (Stand: unser Katalog, August 2026.)
Was bedeutet Forward Geometry?
Mondrakers Rahmenkonzept, im Sommer 2012 vorgestellt und ab der Kollektion 2013 im Programm: langer Vorbau ersetzt durch einen sehr kurzen, dafür deutlich längerer Rahmen. Das bringt bergab Ruhe und eine zentralere Sitzposition. Praktische Folge für dich: Die Rahmengrößen fallen anders aus als bei anderen Marken — such deine Größe hier bitte nicht nach Tabelle, sondern auf dem Rad.
Welche Rahmengröße nehme ich, wenn ich zwischen zwei Größen liege?
Bei Mondraker ist das keine Formalie, sondern eine Fahrverhaltensentscheidung. Wegen der Forward Geometry sind die Rahmen länger als gewohnt; die größere Größe bringt bergab mehr Ruhe, die kleinere macht das Rad in engen Kurven wendiger und handlicher.
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht, weil sie von Schrittlänge, Oberkörperlänge, Armlänge und Fahrstil abhängt. Was wir dir raten: Beide Größen auf derselben Strecke fahren, möglichst nicht nur um den Block, und dabei bewusst eine enge Kurve und ein steiles Stück mitnehmen. Nach zwanzig Minuten ist die Frage meist beantwortet.
Kann ich ein Mondraker im Alltag fahren?
Eingeschränkt. Ab Werk alltagstauglich sind im Wesentlichen die Urban-Cross-Hardtails Prime X und Prime RX — mit Licht, Schutzblechen und entsprechender Ausstattung. Alle anderen Modelle müsstest du nachrüsten, und an einem Fully mit viel Federweg bleiben Schutzbleche und Gepäckträger ein Kompromiss.
Dazu kommt der Abstellplatz. Ein auffälliges Sportrad mit Carbonrahmen ist kein Rad, das man in der Innenstadt sorglos anschließt. Wer keinen sicheren Stellplatz hat, sollte das in die Kaufentscheidung einrechnen und nicht hinterher improvisieren.
Light e-MTB oder Full Power — was ist besser?
Das hängt davon ab, wie du fährst. Full Power bedeutet mehr Schub und mehr Reichweite bei mehr Gewicht: gut für lange Bergauftage und schwere Touren. Light bedeutet weniger Unterstützung, aber ein Fahrgefühl nahe am normalen Mountainbike.
Für die Region gilt: Die Anstiege sind kurz und steil, nicht lang — wer nur hier fährt und gern selbst mittritt, ist mit einem Light-Modell oft zufriedener, als er vorher denkt. Fahr beides hintereinander; nach zwanzig Minuten weißt du es meist selbst.
Wie sieht es mit Ersatzteilen und Service aus?
Verschleiß- und Anbauteile sind Standardware und gut zu bekommen. Rahmenspezifische Teile wie Lager, Dämpferbuchsen oder Kettenstrebenschutz laufen über den Vertrieb der Marke, das dauert erfahrungsgemäß länger als bei Massenmarken. Federgabel und Dämpfer brauchen regelmäßigen Service — rechne diese laufenden Kosten von Anfang an mit ein. Wer viel in der Alb bergab fährt, tauscht außerdem Bremsbeläge deutlich häufiger als jemand, der im Flachen unterwegs ist.
Mondraker oder KTM — welche der beiden Marken passt zu mir?
Frag dich zuerst, was das Rad außer Fahren noch können muss. Wenn die Antwort „nichts“ lautet und du Trails im Kopf hast, ist Mondraker die konsequentere Marke: ein Programm ohne Kompromisse in Richtung Alltag, mit einer eigenen Geometrie und klarer Sportausrichtung.
Sobald Licht, Gepäckträger, Schutzbleche, ein tiefer Einstieg, ein Kindersitz oder ein Anhänger dazukommen, ist es eine KTM-Frage — dort gibt es das ab Werk statt als Nachrüstung. Die Abgrenzung nach sportlichen Anlässen steht weiter oben in der Tabelle; die umgekehrte Sicht aus dem Alltag heraus steht auf der KTM-Seite.
Ein paar Mondraker-Modelle
Eine Auswahl aus unserem Katalog. Den vollständigen Überblick gibt die Katalogseite.